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Sommer 2001: Drei Wochen    

Tschechien - Slowakei - Slowenien

"Von Knoblauchsuppen und Haselmäusen"

 

 

 

 

LESEPROBE

...Kapitel 3 – Was machen wir hier eigentlich?

...Die Strasse ist wunderschön und führt mal durch ausgedehnte, blühende Wiesen, mal durch dichte Laubwälder. Wir folgen dem kleinen Flüsschen „Divoka Orlice“, das die Grenze zu Polen bildet. Alle 500 m steht im Wald oder in der Wiese ein Schild mit roter Aufschrift (wahrscheinlich „Achtung Grenze“). Nur 100 m entfernt liegen polnische Höfe und einsame Kapellen. Nur Wanderer und Radfahrer begegnen uns, einmal läuft ein einsamer Grenzpolizist am Wegesrand. Idyllisches, verschlafenes Mittelalter.

In Neratov essen wir in einem direkt an der Strasse gelegenen Lokal für Pfennigbeträge die dicksten und leckersten Kartoffelpfannkuchen, die uns je untergekommen sind. Auch hier sprechen alle Leute ein ausgezeichnetes Deutsch.

Einige Kilometer weiter befindet sich mitten in der Wiese ein „offizieller Grenzübergang“: ein Blockhäuschen mit wichtigen weiss-rot bemalten Betonpfeilern, hochaktuellen (von der Sonne ausgebleichten) Grenzübertrittsvorschriften, und natürlich – einem Schlagbaum! Man kann auch nebenherum laufen.

Weiter nach Mladkov und Kraliky. Ab jetzt beginnt das Altvatergebirge. Weil es noch früh am Nachmittag ist, wollen wir den Tag in der Gegend um Jesenik beenden. Ich habe keine Ahnung, warum wir uns ausgerechnet Jesenik als Ziel gesetzt haben, aber das spielt auch keine Rolle, denn unsere Stimmung ist gut, das Wetter hervorragend, die BMW ballert frohgelaunt vor sich hin, die Landschaft und die Menschen sind angenehm, warum also nicht noch ein Stück fahren? Auch wenn ich mich in diesem Augenblick frage, was wir hier eigentlich machen, abseits jedweder touristischen Attraktionen, ohne festes Ziel, ohne zu wissen, wo wir die Nacht verbringen werden, so kann es nur eine Antwort geben:es ist die Lust am Motorradfahren, die Lust, pure Natur zu geniessen, die Lust, gemeinsam mit Hanne unterwegs zu sein, die Lust, geschäftliche, gesellschaftliche und alle sonstigen Zwänge hinter uns gelassen zu haben, und Zeit und Raum jetzt und hier und ohne Einschränkungen geniessen zu können. So schwingt uns die Maschine sanft durch die Hügel und Alleen, bergauf, bergab, durch Wiesen, Felder, Täler, Blumen und vorbei an Ziegen und Kuhherden...

Wer sich für die ganze Geschichte interessiert, der kann sie hier als ZIP Datei downloaden (ca. 4,7 MB). Nach dem Entpacken entsteht eine PDF Datei (Acrobat Reader wird benötigt):

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